Reisebericht von Barbara Brunners Amy – Amy’s Happy End

Dies ist die Geschichte von mir, der kleinen Amy:

Es geschah im Dezember 2016, als ich als  ca. 3wöchiger Welpe  zusammen mit meinen fünf Geschwistern und meiner Mama von der so lieben Tina von Happy als Strassenhund gerettet  und in ihren Shelter von Happy Dogs Koh Chang  in Sicherheit gebracht wurde. Dort wurden wir unendlich liebevoll aufgepäppelt und versorgt. Meine Mama, ein Bruder und zwei Schwestern wurden letztes Jahr bereits in die Schweiz adoptiert, ich und meine übrigen Geschwister führten weiterhin ein gutes Leben im sicheren Shelter. Tage, Wochen verstrichen, als  im Dezember letzten Jahres etwas einfach Unglaubliches geschah: mir wurde mitgeteilt, dass ich, die kleine Amy, von einer Frau in der Schweiz adoptiert worden sei  und ich  in drei Monaten in mein neues neues Zuhause einziehen dürfe. Und man stelle sich vor: mein neues  Frauchen würde mich persönlich im Shelter abholen und wir würden zusammen die lange Reise in meine neue Welt antreten. Frauchen hat sich aufgrund von Fotos und Beschreibungen sofort  total  in mich verliebt. Von diesem Tag an, kam nun totale Action in mein bisher so ruhiges Leben und mein Alltag veränderte sich schlagartig:  Jetzt standen  Leinenführigkeit und Auto fahren auf meinem fast täglichen Programm, immer wieder haben mich  liebe Volontärinnen mit auf einen Spaziergang zum nahegelegenen Strand und man mich des öfters in seinem Auto zu kleinen Ausfahrten mitgenommen,  alles Neuland  und natürlich unglaublich aufregend für klein Amy.

Einen Monat vor meiner Ausreise durfte ich sogar  jede Nacht in meiner zukünftigen Flugbox, abgesondert im kühlen Gebäude des Shelters, verbringen, das fand ich schon Spitze!.Gleichzeitig hat Frauchen in der Schweiz alles Notwendige für meine Ankunft eingekauft, Hundebettchen, Halsband, Leine, Spielsachen,  Fressnäpfe, Futter etc. und immer und immer wieder hat sie  die Tage bis zu unserer ersten Begegnung gezählt – einfach unglaublich gefreut hat sie sich. Und dann kam er, der so lang ersehnte Tag: Ich durfte mit Tina und Ralf zum Flughafen Trat fahren und höchstpersönlich mein Frauchen vom Flugi abholen: das war vielleicht ein Ding, ich war mindestens genauso aufgeregt und aus dem Häuschen  wie Frauchen –  schon von weitem hat sie mich gesehen und als sie sich dann zu mir niederkniete und mich umarmte, liefen ihr Glückstränen über die Wangen!  Zu Viert und überglücklich  fuhren wir zurück auf die Insel, wo wir Frauchen im Hotel ganz nah vom Shelter zuerst mal abluden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie versprach mir, mich am nächsten Tag abzuholen und den Tag mit mir zu verbringen! Und so geschah es auch: Frühmorgens nach dem Frühstück ist Frauchen ausgiebig im herrlich warmen Meer schwimmen gegangen, dann holte sie mich im Shelter ab und zusammen gings an der Leine zum Strand, wo Frauchen gemütlich ihren Kaffee trank, dann schlenderten wir zu ihrem Hotel, wo wir auf einen günstigen Moment warteten, um mich mit ins Zimmer zu schmuggeln (Hunde waren da verboten), an allen vier Tagen gelang uns diese streng geheime Aktion und so konnten wir jeweils einige ungestörte  Stunden verbringen.  Ich wurde ausgiebigst mit  Leckereien gefüttert, die ich bis dahin gar nicht kannte, Frauchen hat diese einfach mir nichts dir nichts  vom Frühstücksbuffet mitlaufen lassen. Das waren wirkliche Traumstunden, ich hab mich dann mit meinem vollen Bäuchlein schön ausruhen können und liess mich von Frauchen so richtig verknuddeln. Man stelle sich vor: ich die kleine Amy zum ersten Mal in einem Hotelzimmer, ganz schön wichtig bin ich mir vorgekommen. Dann am fünften Tag hiess es Abschied nehmen vom Shelter und Aufbruch in meine neue Welt: Tina, Memmi (unsere ausgezeichneten Fahrerin), Frauchen und ich nahmen  die achtstündige Fahrt nach Bangkok in Angriff. Völlig problemlos kamen wir dort  gegen Abend in unserem Hotel, ganz nahe vom Flughafen, an und ich durfte mit Frauchen das Zimmer teilen, geschlafen habe ich die zwei Nächte natürlich ganz entspannt in meiner Flugbox neben ihrem Bett. Am nächsten Tag dann gings frühmorgens zum Livestock Departement zur letzten tierärztlichen Kontrolle und den erforderlichen Ausfuhrpapieren. Alles habe ich mit Bravour über- und bestanden und nach stundenlangem Warten gabs von den strengen Beamten die benötigten Papiere und grünes Licht für meine Ausfuhr! Ueberglücklich gings zum letzten gemeinsamen Abendessen ins Hotel.

Am nächsten Morgen hat mir Frauchen genau erklärt, wie das alles so vor sich gehen würde mit dem Flugzeug und so weiter und so fort, also kurz und gut, ich verstand rein gar nichts und ich liess mich einfach nur überraschen und war kein bisschen aufgeregt, sondern freute mich einfach auf mein grosses Abenteuer. Dann gings auch schon los zum Flughafen, dort musste Frauchen einige Formulare unterschreiben, meinen Transport bezahlen und dann nahm ich von meiner heissgeliebten Tina Abschied, legte mich ganz easy und happy in meine Flugbox. Frauchen hob mich auf ein Transportband, sagte mir tschüss  und weg war ich. Dann wurde ich zu einem rieeeeeesigen Vogel gebracht, dessen Bauch war weit geöffnet und ich wurde behutsam da hinein geschoben.  Nach einer Weile hat der Vogel den Bauch dicht gemacht und ist langsam davongerollt. Und dann liefs rund: mächtig und mit vollem Getöse hat er Anlauf genommen und ist gerannt und gerannt , was das Zeugs hält und dann sind wir geflooooogen: die kleine Amy fliegt in ihr neues Leben! Irgendwann bin ich dann eingeschlafen und bin erst wieder erwacht, als der Vogel seine Beine ausstreckte und zur Landung ansetzte, wunderbar sanft hat er das gemacht und als er stillstand, hat er einfach seinen grossen Bauch wieder geöffnet und ich wurde wieder ausgeladen, kurz hab ich einen Schreck gekriegt, denn da draussen war es unglaublich kalt und zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Schneeflocken gesehen! Nun gings wieder auf ein Förderband  und dann stand auch schon Frauchen da und hat mich mit Freudentränen und überglücklich in Empfang genommen. Von einem ganz netten Zollbeamten bekam ich dann gleich die Schweizer Staatsbürgerschaft und danach wurden wir von einem Empfangskommitee begrüsst, wie es schöner nicht hätte sein können: Frauchens Freundinnen waren da und sogar meine leibliche Hundemama und einer meiner Brüder!

Dann gings in mein neues Zuhause: zuerst hab ich natürlich alles beschnuppert und ausgekundschaftet und dann hat sich die kleine Amy zum ersten Mal in ihrem Leben in ein Bettchen gelegt und ist sofort eingeschlafen

Nun bin ich seit zwei Monaten in meinem neuen Zuhause, ich habe mich von Anfang an  unendlich wohl und geborgen in Frauchens Wohnung gefühlt, dass ich in den ersten Tagen nur ungern nach draussen ging. Aber schnell  legte sich meine anfängliche Angst vor all den neuen Eindrücken, den ungewohnten Geräuschen, Gerüchen, Temperaturen, so dass ich mich von  Tag zu Tag sicherer fühlte unter Frauchens Schutz und jetzt darf ich sogar ohne Leine laufen und ich geniesse unsere täglichen ausgiebigen Spaziergänge durch die Wälder, über Wiesen, Stock und Stein so sehr!

Von Anfang an war ich stubenrein, kann gut einige Stunden allein sein, fahre problemlos im Auto mit. Wir gehen wöchentlich  in die Hundeschule, da ich doch noch einiges lernen muss, aber alle sagen mir, dass ich es unglaublich gut machen würde und ich, die kleine Amy bin einfach nur HAPPY!

Frauchen sagt, die Reise zu mir sei die Schönste ihres Lebens gewesen und sie würde alles nochmals genauso machen!

 

FRAUCHEN UND ICH SIND  HAPPY DOGS KOH CHANG UND DEM TIERSCHUTZ FUER VERGESSENE SEELEN UNENDLICH DANKBAR FUER UNSER GLUECK!

 

 

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